DTZ B1 Sprechen Teil 1: Sich vorstellen mit 6 Stichworten — Strategie und Musterdialog

DTZ B1 Sprechen Teil 1: Sich vorstellen mit 6 Stichworten — Strategie und Musterdialog

Deutsch-meister-app17 серпня 2026 р.
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Der erste Moment in der mündlichen Prüfung ist immer der nervöseste. Man betritt den Raum, sieht zwei fremde Menschen, bekommt ein Blatt mit ein paar Wörtern darauf — und soll auf Deutsch über sich selbst sprechen. Für viele Menschen, die Deutsch als dritte oder vierte Sprache lernen, ist das keine kleine Sache.

Aber hier ist meine ehrliche Einschätzung nach allem, was ich über den DTZ weiß: Sprechen Teil 1 ist der günstigste Prüfungsteil von allen. Das Thema ist immer dasselbe — man selbst. Die Stichworte sind immer dieselben sechs. Es gibt keine Überraschungen. Wer sich gut vorbereitet, geht mit einer fertigen Mini-Geschichte in die Prüfung — und muss nur noch sprechen.

Dieser Artikel zeigt genau, wie das geht: was in Teil 1 passiert, wie man bewertet wird, wie ein guter Musterdialog aussieht und welche Fehler man vermeiden sollte.

Auf einen Blick: Sprechen Teil 1 = ca. 4 Minuten für beide Teilnehmenden · Teil 1A: Vorstellung anhand von 6 Stichworten · Teil 1B: eine Zusatzfrage des Prüfers · Beide Teile je 5 Punkte = 10 von 100 möglichen Sprechpunkten · B1 ab 75 Punkten gesamt · Paarprüfung mit einem zweiten Kandidaten.

Wie läuft Teil 1 genau ab?

Die mündliche DTZ-Prüfung findet fast immer als Paarprüfung statt — zwei Kandidaten, zwei Prüfer. Teil 1 dauert insgesamt ca. 4 Minuten für beide Teilnehmenden. Das heißt: Pro Person etwa 2 Minuten — 1 Minute für die Vorstellung, 1 Minute für die Zusatzfrage. Das ist nicht viel.

Der Ablauf ist immer gleich: Prüfer stellt sich vor, begrüßt beide Kandidaten. Dann beginnt Kandidat A. Er oder sie stellt sich anhand der Stichworte auf dem Aufgabenblatt vor. Der Prüfer stellt eine Nachfrage (Teil 1B). Dann ist Kandidat B dran — dasselbe Blatt, dieselbe Struktur.

PhaseWas passiertDauerPunkte
Teil 1AVorstellung anhand der 6 Stichworte — frei sprechen, Blatt als Hilfeca. 1 Min. pro Person5 Pkt.
Teil 1BPrüfer stellt eine Zusatzfrage → Kandidat antwortetca. 1 Min. pro Person5 Pkt.
Teil 1 gesamtBeide Teilnehmenden × (1A + 1B)ca. 4 Min.10 Pkt.

Das offizielle Aufgabenblatt — die sechs Stichworte

Das Aufgabenblatt für Teil 1 ist für beide Kandidaten identisch und sieht immer so aus — direkt aus dem offiziellen g.a.s.t.-Übungssatz:

📋 Offizielles Aufgabenblatt — DTZ Sprechen Teil 1
Über sich sprechen
👤 Name Vor- und Nachname
🏙️ Geburtsort Stadt, Land
🏠 Wohnort Wo jetzt?
💼 Arbeit / Beruf Was machen Sie?
👨‍👩‍👧 Familie Verheiratet? Kinder?
🗣️ Sprachen Welche? Wie lange?
Das sagt der/die Prüfer*in: „Würden Sie sich bitte vorstellen?" oder „Erzählen Sie bitte etwas über sich."

Sechs Stichworte — das ist alles. Kein kompliziertes Thema, keine Überraschung. Wer zu jedem dieser sechs Punkte ein bis zwei Sätze sagen kann, hat Teil 1A bereits erfüllt. Das Wichtige: Es sind Stichworte als Hilfe — man muss sie nicht der Reihe nach abarbeiten. Ein natürlicher Gesprächsfluss ist sogar besser.

So klingt eine gute Vorstellung — Musterdialog Teil 1A

Hier ist ein komplettes Beispiel, wie eine B1-Vorstellung klingen könnte. Das ist keine auswendig gelernte Rede — es ist ein natürliches, zusammenhängendes Vorstellen, das alle sechs Stichworte einbaut.

🎙️ Musterdialog — Teil 1A (Vorstellung) B1-Niveau
Prüfer*in: Herzlich willkommen. Würden Sie sich bitte vorstellen?
Kandidat*in: Ja, gerne. Mein Name ist Olena Kovalenko. Ich bin in Kyiv geboren, das ist die Hauptstadt der Ukraine. Seit zwei Jahren wohne ich in Köln — ich finde es hier sehr schön, weil die Stadt so international ist.

Ich bin von Beruf Lehrerin. In der Ukraine habe ich Grundschulkinder unterrichtet, aber hier in Deutschland lerne ich noch Deutsch und suche gerade eine neue Stelle. Vielleicht kann ich auch hier mal wieder als Lehrerin arbeiten.

Ich bin verheiratet und habe eine Tochter, sie ist sieben Jahre alt und geht schon in die Schule. Mein Mann arbeitet als Ingenieur.

Was Sprachen angeht: Meine Muttersprache ist Ukrainisch, ich spreche auch Russisch und Englisch — und jetzt natürlich Deutsch. Ich lerne seit anderthalb Jahren Deutsch, zuerst beim Integrationskurs und jetzt bereite ich mich auf den DTZ vor.

Was macht diese Vorstellung gut? Alle sechs Stichworte sind natürlich eingebaut — kein abgehaktes Aufzählen. Es gibt Verbindungen zwischen den Sätzen: „weil", „aber", „auch", „vielleicht". Der Ton ist persönlich und nicht wie eine Liste. Und es gibt Details, die zeigen, dass die Person wirklich kommuniziert — nicht nur Fakten nennt.

Die Zusatzfrage — Musterdialog Teil 1B

Порада: закріпіть прочитане інтерактивними вправами — так запам’ятається краще.

Вправи B1

Nach der Vorstellung stellt der Prüfer eine Frage, die sich auf das Gesagte bezieht. Das ist Teil 1B — und das ist eigentlich der Moment, den viele unterschätzen. Es ist kein Verhör, keine Fangfrage. Der Prüfer knüpft an etwas an, was man gerade erzählt hat.

🎙️ Musterdialog — Teil 1B (Zusatzfrage) Beispiele
Prüfer*in: Sie haben gesagt, Sie waren früher Lehrerin. Was hat Ihnen an dem Beruf besonders gut gefallen?
Kandidat*in: Am meisten habe ich es gemocht, wenn die Kinder etwas Neues verstanden haben — dieser Moment, wenn man in ihren Augen sieht, dass sie es begriffen haben. Das war für mich immer sehr befriedigend. Außerdem habe ich gern mit den Eltern zusammengearbeitet.
Prüfer*in: Wann haben Sie angefangen, Deutsch zu lernen, und wie haben Sie das gemacht?
Kandidat*in: Ich habe vor anderthalb Jahren angefangen — kurz nachdem ich nach Deutschland gekommen bin. Zuerst hatte ich einen Integrationskurs, das war sehr intensiv, fünf Tage pro Woche. Danach habe ich weiter selbst geübt, mit Apps und YouTube-Videos. Jetzt bereite ich mich auf die DTZ-Prüfung vor.

Der Schlüssel zu Teil 1B: Ausführlich antworten — nicht nur mit einem Satz. Der Prüfer will hören, ob man spontan und natürlich kommunizieren kann. Ein Wort oder eine kurze Phrase ist zu wenig. Zwei bis vier Sätze sind ideal. Und: Wenn man die Frage nicht vollständig verstanden hat, einfach freundlich nachfragen: „Könnten Sie die Frage bitte wiederholen?" — das ist kein Fehler, das ist gute Kommunikation.

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So wird man bewertet — die fünf Kriterien

Das Wichtige zuerst: Die Kriterien II bis V (Aussprache, Flüssigkeit, Korrektheit, Wortschatz) beziehen sich auf die gesamte mündliche Prüfung — alle drei Teile zusammen. Teil 1 hat also nur bei Kriterium I (Aufgabenbewältigung) einen eigenen Punktewert. Das bedeutet: Eine starke Leistung in Teil 1 kann eine schwächere in Teil 2 oder 3 ausgleichen.

I · Aufgabenbewältigung
Alle 6 Stichworte angesprochen? Informationen verständlich? Auf Zusatzfrage eingegangen? Teil 1A: 5 Pkt. · Teil 1B: 5 Pkt.
II · Aussprache/Intonation
Verständlich genug trotz Akzent? Natürliche Satzmelodie? (Gilt für alle 3 Teile) Gesamt max. 10 Pkt.
III · Flüssigkeit
Ohne große Pausen? Kann Gespräch weiterführen? Sucht nicht lange nach Worten? (Alle 3 Teile) Gesamt max. 10 Pkt.
IV · Korrektheit
Grammatik, Artikel, Zeitformen. Fehler ok, solange verständlich. (Alle 3 Teile) Gesamt max. 15 Pkt.
V · Wortschatz
Vielfalt und Präzision der Wörter. Umschreibungen zeigen Kompetenz. (Alle 3 Teile) Gesamt max. 15 Pkt.
Punkte gesamt (Sprechen)Niveau
75–100B1
35–74,5A2
0–34,5Unter A2

Wichtiger Hinweis zum Sprechen: Das Sprechen ist der einzige DTZ-Teil, wo ein Ergebnis unter A2 das gesamte Zertifikat ungültig macht — unabhängig davon, wie gut man in Hören, Lesen und Schreiben war. Wer in Sprechen unter 35 Punkte bekommt, bekommt kein Zertifikat. Das macht den Sprechteil zum kritischsten Teil der ganzen Prüfung.

Was man zu jedem Stichwort sagen kann — mit Beispielen

Ich empfehle immer: Bereite für jedes Stichwort nicht nur eine Antwort vor, sondern eine kleine Geschichte — etwas, das man aneinanderhängen kann. Hier ist ein Muster:

✍️ Muster-Vorstellung — Stichwort für Stichwort
👤 Name Mein Name ist [Vorname Nachname]. → einfach, klar, erste Sekunde gut nutzen
🏙️ Geburtsort Ich bin in [Stadt] in [Land] geboren. [Stadt] liegt im [Norden/Süden/…] des Landes und hat [X Millionen] Einwohner. → ein Satz Details macht es lebendiger
🏠 Wohnort Seit [Zeit] wohne ich in [Stadt]. Ich wohne dort, weil [Grund — Arbeit, Familie, Asyl…]. Ich finde [Stadt] [positiv/interessant/groß]. → Konnektoren: weil, seit, deshalb
💼 Arbeit/Beruf In meiner Heimat war ich [Beruf]. Hier in Deutschland [arbeite ich als / suche ich Arbeit / lerne ich noch]. → Vergangenheit + Gegenwart = Kontrast, der zeigt: man erzählt wirklich
👨‍👩‍👧 Familie Ich bin [verheiratet/ledig/geschieden]. Ich habe [X Kinder / keine Kinder]. Mein Mann/meine Frau [arbeitet als / ist auch hier / ist noch in der Heimat]. → persönliche Details geben Punkte
🗣️ Sprachen Meine Muttersprache ist [Sprache]. Ich spreche auch [Sprache 2]. Deutsch lerne ich seit [Zeit]. Ich habe [Integrationskurs / Sprachschule / alleine] gelernt. → Zeit + Methode = vollständige Antwort

Nützliche Phrasen für jede Situation in Teil 1

🚀 Einleitung / Start

  • Gerne, ich stelle mich vor.
  • Mein Name ist …
  • Ich heiße …
  • Also, ich fange mal an …
  • Darf ich kurz etwas über mich erzählen?

🔗 Übergänge zwischen Punkten

  • Was meinen Beruf angeht, …
  • Zur Familie: Ich bin …
  • Was Sprachen betrifft, …
  • Außerdem möchte ich sagen, …
  • Noch ein Punkt: Ich wohne …

💬 Auf Nachfrage reagieren

  • Das ist eine interessante Frage.
  • Also, dazu kann ich sagen …
  • Wenn ich ehrlich bin, …
  • Das liegt daran, dass …
  • Ich denke, dass …

🔄 Wenn man etwas nicht versteht

  • Könnten Sie das bitte wiederholen?
  • Entschuldigung, ich habe das nicht ganz verstanden.
  • Könnten Sie die Frage bitte anders formulieren?
  • Meinen Sie …? Habe ich das richtig verstanden?

⏱️ Zeit zum Nachdenken

  • Gute Frage, einen Moment …
  • Hmm, das ist schwierig zu sagen …
  • Also, ich überlege kurz …
  • Wie soll ich das erklären …
  • Ich bin nicht sicher, aber ich glaube …

✅ Abschluss / Ende

  • Das wäre meine Vorstellung.
  • Ich glaube, das ist das Wichtigste.
  • Gibt es noch Fragen an mich?
  • Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Die fünf häufigsten Fehler — und wie man sie vermeidet

Fehler 1: Die Vorstellung auswendig lernen und aufsagen

Viele Kandidaten bereiten einen festen Text vor und rezitieren ihn in der Prüfung wie ein Gedicht. Das klingt unnatürlich — die Prüfer merken es sofort. Und wenn dann eine Zusatzfrage kommt, die den Flow unterbricht, weiß man nicht mehr weiter.
✓ Lösung: Stichworte vorbereiten, keine fertigen Sätze auswendig lernen. Die Vorstellung soll natürlich klingen — auch wenn man dabei nach Worten sucht. Das zeigt echte Sprachkompetenz.

Fehler 2: Zu kurz antworten

„Ich heiße Maria. Ich bin aus Polen. Ich wohne in Hamburg. Ich arbeite nicht." — Das sind vier Fakten, keine Vorstellung. Kriterium I (Aufgabenbewältigung) verlangt bei B1: auch detailliertere Informationen, nicht nur Stichworte.
✓ Lösung: Zu jedem Stichwort mindestens zwei Sätze. Name + Herkunft ist ein Satz — dann kommt ein zweiter: Was ist typisch für die Stadt? Warum bin ich hier? Das füllt die Zeit und zeigt Sprachkompetenz.

Fehler 3: Ein Stichwort komplett vergessen

Kandidaten nennen manchmal Name, Herkunft, Wohnort, Beruf — und vergessen Familie oder Sprachen. Das sind 2 von 6 Stichworten nicht angesprochen — das senkt die Punktzahl in Kriterium I direkt.
✓ Lösung: Das Aufgabenblatt liegt vor einem! Man darf es benutzen. Kurz draufschauen, welche Punkte noch fehlen — und die noch einbauen. Die Prüfer warten gern noch einen Moment.

Fehler 4: Auf die Zusatzfrage (Teil 1B) einsilbig antworten

Prüfer: „Was hat Ihnen an Ihrem Beruf gefallen?" — Kandidat: „Es war gut." — Das ist zu wenig. Teil 1B bewertet, ob man spontan und ausführlich auf Nachfragen reagieren kann.
✓ Lösung: Immer 2–4 Sätze antworten. Wenn man eine Meinung äußert, mit „weil" oder „denn" begründen. Wenn man von Erfahrungen berichtet, ein konkretes Beispiel nennen.

Fehler 5: Schweigen bei Verständnisproblemen

Die Zusatzfrage kommt — und man versteht sie nicht. Schweigen, Kopfschütteln, raten. Keine gute Option. Das wirkt schlechter als das, was wirklich passiert: Man hat nicht alles verstanden.
✓ Lösung: Nachfragen! „Könnten Sie das bitte wiederholen?" ist vollkommen akzeptabel und kostet keine Punkte. Wer nachfragt, zeigt, dass er kommunizieren kann — das ist genau die Kompetenz, die geprüft wird.

So bereitet man sich am besten vor

Sprechen Teil 1 ist der einzige DTZ-Teil, bei dem man 100% weiß, was kommt. Das ist ein riesiger Vorteil — und man sollte ihn nutzen.

1

Eigene Geschichte vorbereiten — aber nicht auswendig lernen

Für jedes der sechs Stichworte zwei bis drei Fakten + eine persönliche Anmerkung notieren. Dann die Reihenfolge üben: Wie kann man die sechs Punkte natürlich verbinden? Welche Verbindungsworte passen zwischen den Punkten?

2

Laut sprechen — täglich, auch alleine

Die Vorstellung jeden Tag laut sprechen — im Spiegel, beim Kochen, vor dem Einschlafen. Nicht lesen, sondern sprechen. Flüssigkeit entwickelt sich nur durch wiederholtes Sprechen, nicht durch stilles Lernen.

3

Mögliche Zusatzfragen üben

Die häufigsten Zusatzfragen sind vorhersehbar: Warum Deutschland? Was genau macht Ihr Mann? Seit wann lernen Sie Deutsch? Haben Ihre Kinder Freunde gefunden? Für jede dieser Fragen eine 3-Satz-Antwort vorbereiten und laut üben.

4

Mit jemandem üben — auf Deutsch

Einen Freund, Kurskollegen oder Familienmitglied bitten, den Prüfer zu spielen. Die Vorstellung machen, Zusatzfragen beantworten. Das echte Gespräch ist anders als das Denken in Stille — man braucht die Praxis.

5

Sich aufnehmen und anhören

Handy-Aufnahme der eigenen Vorstellung machen — und dann anhören. Ist es verständlich? Gibt es lange Pausen? Klingen die Sätze natürlich? Diese Selbstbeobachtung zeigt mehr als jedes Feedback von außen.

Jetzt du — Übungsaufgabe zum Selbsttest

Sprechen Sie die folgende Vorstellung laut — ohne sie vorher aufzuschreiben. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen dem Prüfer gegenüber. Dann stellen Sie sich die Frage darunter und antworten Sie spontan.

Aufgabe 1A — Stellen Sie sich vor:

Sprechen Sie 1–2 Minuten. Nutzen Sie alle sechs Stichworte: Name · Geburtsort · Wohnort · Arbeit/Beruf · Familie · Sprachen

Aufgabe 1B — Zusatzfrage:

„Sie haben erzählt, dass Sie [Sprache X] sprechen. Wie war es für Sie, eine neue Sprache zu lernen? Was war am schwersten?"

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Häufige Fragen zu Sprechen Teil 1

Muss ich die Stichworte in der Reihenfolge auf dem Blatt abarbeiten?

Nein — die Reihenfolge auf dem Aufgabenblatt ist nur eine Orientierung. Der offizielle Leitfaden sagt ausdrücklich, dass die Leitpunkte „nicht nacheinander abgearbeitet werden müssen". Ein natürlicher Gesprächsfluss, der alle sechs Punkte einbaut, ist sogar besser bewertet als ein mechanisches Abhaken.

Was genau ist die Zusatzfrage in Teil 1B?

Die Zusatzfrage ist eine individuelle Nachfrage des Prüfers — basierend auf dem, was man gerade gesagt hat. Es gibt keine feste Liste. Typische Themen: Warum sind Sie nach Deutschland gekommen? Was machen Ihre Kinder? Wie lange lernen Sie schon Deutsch? Der Prüfer knüpft immer an etwas an, was man selbst erwähnt hat.

Darf man das Aufgabenblatt während der Vorstellung anschauen?

Ja — das Blatt liegt vor einem und darf benutzt werden. Es ist eine Hilfe, kein verbotenes Hilfsmittel. Wer merkt, dass ein Stichwort fehlt, kann kurz auf das Blatt schauen und es noch einbauen. Die Prüfer erwarten das.

Was passiert, wenn man in der Prüfung ins Stocken gerät?

Der Prüfer gibt Gesprächsimpulse — das steht sogar im offiziellen Leitfaden. Wenn jemand stockt, fragt der Prüfer nach: „Was machen Sie beruflich?" oder „Haben Sie Familie?" Das ist keine Strafe — es ist Unterstützung. Ruhig bleiben und auf die Frage eingehen.

Wie wirkt sich ein starker Akzent auf die Bewertung aus?

Ein Akzent allein kostet keine Punkte. Kriterium II (Aussprache/Intonation) beschreibt für B1: „spricht im Allgemeinen klar genug, um trotz eines merklichen Akzents verstanden zu werden." Verständlichkeit ist das Ziel — nicht muttersprachliche Aussprache. Wer deutlich und klar spricht, bekommt gute Punkte — auch mit Akzent.

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