DTZ B1 Sprechen Teil 3: Gemeinsam planen — Musterdialog, Phrasen und Strategie

DTZ B1 Sprechen Teil 3: Gemeinsam planen — Musterdialog, Phrasen und Strategie

Deutsch-meister-app23 серпня 2026 р.
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Ich sage es direkt: Teil 3 ist mein persönlicher Favorit der ganzen DTZ-Prüfung. Und ich weiß, dass das seltsam klingt — aber hören Sie mich kurz an.

Nachdem man in Teil 1 über sich selbst gesprochen hat, nachdem man in Teil 2 ein Bild analysiert und persönliche Erfahrungen erzählt hat — kommt Teil 3 mit einer völlig anderen Energie. Plötzlich ist da ein Gesprächspartner. Kein Prüfer, der fragt — sondern ein anderer Kandidat, der genauso nervös ist wie man selbst und der mit einem zusammen etwas planen soll. Einen Ausflug. Eine Feier. Eine gemeinsame Unternehmung.

Und genau das ist das Schöne an Teil 3: Es fühlt sich wie ein echtes Gespräch an. Kein Test mehr — sondern wie das, was man jeden Tag auf Deutsch machen muss. Pläne schmieden, Ideen vorschlagen, auf andere reagieren. Wer das versteht, entspannt sich — und besteht.

Auf einen Blick: Teil 3 = ca. 6 Minuten · Beide Kandidaten, dasselbe Aufgabenblatt · Gemeinsam etwas planen anhand von 5–6 Stichpunkten · Vorschläge machen + auf Ideen reagieren + sich einigen · Max. 20 Punkte (höchster Einzelwert im Sprechteil) · B1 ab 75 Punkten gesamt.

Was in Teil 3 wirklich passiert

Der Prüfer überreicht beiden Kandidaten dasselbe Aufgabenblatt. Anders als in Teil 2 — wo jeder ein eigenes Bild bekam — sind hier alle im selben Boot. Das reduziert den Druck sofort: Kein Wettbewerb, keine Vergleiche. Man arbeitet zusammen.

Das Blatt hat eine Situation — zum Beispiel: „Sie möchten mit Ihrem Deutschkurs einen Ausflug machen." — und darunter 5–6 Stichworte als Planungshilfen. Nicht mehr. Der Rest liegt bei einem selbst und beim Gesprächspartner.

Hier ist das echte Aufgabenblatt aus dem offiziellen g.a.s.t.-Übungssatz 1:

📋 Offizielles Aufgabenblatt — DTZ Sprechen Teil 3 (Übungssatz 1)
Situation: Sie möchten zusammen mit Ihrem Deutschkurs am Wochenende einen Ausflug machen. Sie wollen mit dem Kurs wandern. Sie beide organisieren die Wanderung.
Aufgabe: Planen Sie gemeinsam, was Sie tun wollen. Hier haben Sie einige Notizen:
🗺️ Wohin (Wald, Fluss, Stadt …)? 🏰 Was besichtigen (Burg, Schloss, Museum …)? 🏕️ Übernachten? 🍽️ Essen? 👥 Wer soll kommen? ➕ …?

Das letzte Stichwort — „…?" — ist bewusst offen. Man darf eigene Ideen einbringen. Das ist kein Trick, das ist eine Einladung. Wer einen siebten Punkt vorschlägt, der nicht auf dem Blatt steht, zeigt genau das, was B1 bedeutet: spontan und eigenständig kommunizieren.

Das größte Missverständnis über Teil 3

Порада: закріпіть прочитане інтерактивними вправами — так запам’ятається краще.

Вправи B1
„Viele glauben: In Teil 3 muss ich am Ende eine fertige Entscheidung haben. Das stimmt nicht — und dieser Irrglaube kostet Punkte."

Der Prüfer bewertet nicht das Ergebnis. Er bewertet den Prozess. Ob man Vorschläge macht. Ob man auf die Ideen des anderen eingeht. Ob man nachfragt, wenn man etwas nicht versteht. Ob man zustimmt, ablehnt, alternative Ideen anbietet. Das ist das Herzstück von Teil 3 — und genau das beschreibt das B1-Kriterium: „Kann ein Gespräch beginnen und in Gang halten. Kann spontan etwas planen, Ideen und Meinungen mitteilen, Vorschläge machen, auf solche reagieren."

Mit anderen Worten: Ein lebendiges Gespräch, das nach fünf Minuten zu keinem festen Ergebnis kommt, ist besser bewertet als ein starres, fehlerfreies Aufzählen der Stichpunkte ohne echten Austausch.

So klingt ein gutes Planungsgespräch — Musterdialog

Hier ist ein Ausschnitt, wie das Gespräch zu der Wanderungs-Aufgabe klingen könnte. Achten Sie auf die Strukturen: Vorschlag → Reaktion → Gegenfrage → Einigung. Das ist das Muster, das immer funktioniert.

🥾 Musterdialog — Wanderung planen (Thema: Übungssatz 1) B1-Niveau
A: Also, fangen wir an! Ich schlage vor, dass wir in den Wald gehen — das ist schön ruhig und gut zum Wandern. Was meinen Sie? Vorschlag
B: Ja, der Wald klingt gut. Vielleicht könnten wir auch eine Burg oder ein Schloss besichtigen — wenn es in der Nähe etwas gibt? Das wäre interessant für alle. Reaktion + eigener Vorschlag
A: Gute Idee! Ich kenne die Burg Hohenstein — die liegt direkt am Wanderweg, ungefähr drei Kilometer vom Parkplatz. Sollen wir dort eine Pause machen? Frage
B: Ja, das klingt perfekt. Und was ist mit dem Essen? Sollen wir etwas mitbringen oder gibt es dort ein Restaurant? Frage
A: Ich denke, wir bringen Sandwiches mit — das ist einfacher. Aber vielleicht können wir auch ein Picknick machen, wenn das Wetter schön ist. Was halten Sie davon? Vorschlag + Frage
B: Picknick ist eine tolle Idee! Ich bringe dann Salat mit, und andere können Getränke mitbringen. Und wer soll noch kommen — nur der Kurs, oder auch Familienmitglieder? Zustimmung + Gegenfrage
A: Ich würde sagen, lieber nur der Kurs — dann ist es übersichtlicher. Aber wenn jemand Kinder mitbringen möchte, ist das natürlich auch okay. Meinung + Kompromiss
B: Einverstanden. Und was ist mit Übernachten — sollen wir einen Tag oder zwei Tage machen? Frage
A: Ich finde, ein Tag reicht — am Wochenende haben viele Leute nicht so viel Zeit. Aber wenn alle wollen, können wir auch über eine Übernachtung nachdenken. Das müssen wir vielleicht noch fragen. Abwägen + offenes Ende

Was macht diesen Dialog so stark? Kein Monolog. Keine Liste. Echte Abwechslung — A macht einen Vorschlag, B reagiert, stellt eine Frage, A antwortet und bringt eine neue Idee. Das Gespräch hat eine Richtung, aber bleibt offen. Es gibt Kompromisse. Es gibt Nachfragen. Genau so sieht B1 aus.

Teil 3 mit einem Übungspartner trainieren

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Vier Satztypen — das ist alles, was man braucht

Ich habe viele Kandidaten in Teil 3 scheitern sehen — nicht wegen schlechter Grammatik, sondern weil ihnen die Gesprächsstrukturen fehlten. Wer diese vier Satztypen beherrscht, kann jedes Planungsgespräch führen:

🔑 Die vier Satztypen für Teil 3
Vorschlag machen
„Ich schlage vor, dass wir …"
„Wie wäre es mit …?"
„Vielleicht könnten wir …?"
„Was halten Sie davon, wenn …?" → immer mit konkretem Inhalt füllen
Auf Vorschlag reagieren
„Gute Idee! Und vielleicht auch …"
„Ja, das klingt gut."
„Einverstanden. Ich würde noch …"
„Hmm, ich bin nicht sicher, weil … — was denken Sie?" → nie nur „ja" oder „nein" — immer weiterführen
Frage stellen
„Was meinen Sie dazu?"
„Haben Sie eine Idee, wie wir das regeln könnten?"
„Sollen wir lieber … oder …?"
„Was ist Ihre Meinung?" → hält das Gespräch am Laufen
Zusammenfassen / einigen
„Also, wir sind uns einig: …"
„Das klingt nach einem guten Plan."
„Gut, dann machen wir das so."
„Ich glaube, das ist die beste Lösung." → zeigt, dass man Gespräche führen und abschließen kann

Schnell nachschlagen — Phrasen für jeden Moment

🚀 Anfang

  • Also, fangen wir an!
  • Wer möchte beginnen?
  • Ich fange mal an, wenn Sie einverstanden sind.
  • Wir haben mehrere Punkte — schauen wir sie durch.

💡 Vorschläge

  • Ich schlage vor, dass …
  • Wie wäre es mit …?
  • Vielleicht könnten wir …
  • Was halten Sie von …?
  • Eine andere Möglichkeit wäre …

✅ Zustimmung

  • Ja, gute Idee!
  • Das klingt gut / prima / toll.
  • Einverstanden.
  • Da stimme ich Ihnen zu.
  • Das finde ich auch sinnvoll.

🤔 Ablehnung / Alternative

  • Hmm, ich bin nicht ganz sicher, ob …
  • Das ist eine Möglichkeit, aber vielleicht …
  • Ja, aber ich würde lieber …
  • Was denken Sie: Wäre nicht … besser?

🤝 Kompromiss

  • Wir könnten beides machen: erst … dann …
  • Das kommt auf die anderen an.
  • Wenn alle einverstanden sind, dann …
  • Vielleicht können wir das noch entscheiden.

🏁 Abschluss

  • Also, dann sind wir uns einig: …
  • Gut, das klingt nach einem Plan.
  • Ich glaube, das wird toll!
  • Wir haben alles besprochen.

Die drei häufigsten Fehler — und wie man sie vermeidet

Fehler 1: Die Stichpunkte nacheinander abarbeiten wie eine Checkliste

„Punkt eins: Wohin gehen wir? — Ich sage Wald. Punkt zwei: Was besichtigen wir? — Schloss. Punkt drei: Essen? — Picknick." Das ist eine Liste, kein Gespräch. Der andere Kandidat kommt kaum zu Wort.
✓ Nach jedem Vorschlag eine Frage stellen oder auf die Reaktion des anderen warten. Das Gespräch soll hin und her gehen, nicht nur in eine Richtung.

Fehler 2: Auf jeden Vorschlag nur „Ja" sagen

Wenn man allem sofort zustimmt, entsteht kein echtes Gespräch — und der Prüfer sieht keine kommunikative Kompetenz. Ein Kandidat, der nie nachfragt, nie alternative Ideen hat, zeigt A2 — nicht B1.
✓ Manchmal eine Gegenmeinung oder Alternative einbringen: „Ja, Wald ist schön — aber wäre nicht ein See auch interessant? Was meinen Sie?" Das macht das Gespräch lebendig.

Fehler 3: Den Partner dominieren oder ignorieren

Entweder redet man fast allein durch — oder man wartet passiv, dass der andere alles sagt. Beides ist falsch. Teil 3 bewertet Gesprächskompetenz, nicht Redequantität.
✓ Gleichgewicht halten. Nach eigenen Ideen immer fragen: „Was denken Sie?" oder „Haben Sie noch weitere Ideen?" Das zeigt, dass man ein echtes Gespräch führt.

Welche Planungsthemen kommen in Teil 3 vor?

Das Thema in Teil 3 ist immer eine Alltagsplanung — etwas, das man als Migrant in Deutschland tatsächlich organisieren könnte. Typische Szenarien:

  • Einen Ausflug oder eine Wanderung mit dem Deutschkurs planen
  • Ein Abschiedsfest oder eine Geburtstagsfeier für jemanden organisieren
  • Einen Einkauf für eine gemeinsame Veranstaltung planen
  • Ein Wochenende in einer anderen Stadt arrangieren
  • Einen Sportausflug oder Spieleabend organisieren

Die Stichpunkte auf dem Blatt ändern sich je nach Szenario — aber die Grundstruktur bleibt immer gleich: Ort, Programm, Essen, Wer kommt, Kosten, Zeit. Wer diese Kategorien kennt, ist für jedes Thema vorbereitet.

Das Schönste an Teil 3: Man muss nichts auswendig lernen. Man muss keine Geschichte vorbereiten. Man muss nur ein echtes Gespräch führen — zu einem Alltags-Thema, mit einem Gesprächspartner, der dieselben Ziele hat. Das kann man üben. Und wer es einmal geübt hat, kann es immer.

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Häufige Fragen zu Teil 3

Was passiert, wenn der andere Kandidat kaum spricht?

Das kommt vor — und es ist keine Katastrophe. Wer merkt, dass der andere ruhig ist, kann ihn einbeziehen: „Was denken Sie? Haben Sie noch eine Idee?" Das ist sogar gut für die eigene Bewertung — es zeigt Gesprächsführungskompetenz. Der Prüfer sieht, wer das Gespräch aktiv gestaltet.

Darf man den anderen Kandidaten unterbrechen?

Höflich ja — das ist normales Gespräch. „Ja, genau, und ich würde noch hinzufügen …" oder „Entschuldigung, darf ich kurz etwas ergänzen?" Das zeigt Interaktionsfähigkeit. Unhöfliches Unterbrechen ohne Reaktion auf das Gesagte ist dagegen nicht gut.

Wie viele Stichpunkte muss man besprechen?

Alle — oder zumindest die meisten. Das Aufgabenblatt hat 5–6 Punkte, und das Gespräch dauert ca. 6 Minuten. Wer alle Punkte anspricht und dabei noch natürliche Übergänge schafft, bekommt gute Punkte in Kriterium I (Aufgabenbewältigung). Der letzte Punkt „…?" ist eine freie Einladung — nutzen Sie ihn.

Was wenn man eine Idee nicht auf Deutsch ausdrücken kann?

Umschreiben. „Ich meine so ein Ding, das man auf Wanderungen trinkt — aus Metall, man kann es selbst befüllen — wie heißt das?" Das ist keine Niederlage, das ist Sprachkompetenz. Wer umschreibt, zeigt, dass er kommuniziert — nicht aufgibt. Prüfer wissen, was eine Trinkflasche ist.

Wie viele Punkte bringt Teil 3?

Teil 3 ist der größte Einzelblock im Sprechteil — max. 20 Punkte, also doppelt so viel wie Teil 1A oder 1B allein. Das zeigt, wie wichtig dieser Teil ist. Wer in Teil 3 stark ist, hat einen deutlichen Vorteil beim Erreichen der 75 Punkte für B1.

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